Qualitätsmedizin allen ermöglichen
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Förderung kooperativer Führungskompetenz

Förderung kooperativer Führungskompetenz

Förderung kooperativer Führungskompetenz

Förderung der kooperativen Führungskompetenz in der soziokulturellen Vielfalt und in Projektmanagement-Weiterbildungsprojekt für junge Frauen und Männer im arabischen Raum

Die Gesellschaften im arabischen Raum befinden sich in einem radikalen und höchstkomplexen Wandlungsprozess. Die Bevölkerung im Alter von weniger als 30 Jahren macht je nach Land bis zu 60% der Gesamtbevölkerung aus. D.h. die sozioökonomische und soziopolitische Gestaltung der Gesellschaften im arabischen Raum hängt entscheidend von den gegenwärtigen Fähigkeiten dieser jungen Generation ab.
Junge Frauen und Männer haben sich in den letzten Jahren in verschiedenen Organisationsformen bzw. Vereinen zusammengeschlossen, engagieren sich in vielfältigen Feldern, sind lokal, regional und teilweise international vernetzt und wirken auf die gesellschaftlichen Prozessen stark ein. Mit ihrer Grundhaltung zur kooperativen Gestaltung des soziokulturell vielfältigen Zusammenlebens und mit äusserst knappen Ressourcen treten sie der systematischen Zerstörung ihrer Lebensgrundlage durch den offen international organisierten und finanzierten Terror entschieden entgegen.
Seit 2016 unterstützt medipalestine das vom IKM- Institut für Interkulturelle Kommunikation und Management geführte Weiterbildungsprojekt zur Förderung kooperativer Führungskompetenzen in der soziokulturellen Vielfalt für junge Frauen und Männern in den arabischen Ländern. Die Visualisierung der Lehrinhalte wird von Studio Eusebio übernommen.

„Fachliche Kompetenzen vernetzen“
Projekte in Syrien

Projekte in Syrien

In Zusammenarbeit mit den Universitätsspitälern in Damaskus

Trainingsraum:

An der Frauenklinik der Universität Damaskus wird 2018 ein Schulungsraum für die rund 120 Assistenzärztinnen und Assistenzärzte eingerichtet.
Ziel des Projektes ist die Schulung der Ärztinnen und Ärzte in den laparoskopischen Operationsmethoden (auch Bauchspiegelung oder Knopflochchirurgie genannt). Der Raum wird mit einem Laparoskopie-Simulator und einer elektronischen Bibliothek ausgestattet. Darüber hinaus wird ein schneller Internetzugang installiert sowie die notwendigen technische Mitteln bereitgestellt, damit künftig Kongresse und Weiterbildungsveranstaltungen übertragen und Weiterbildungsfilme angeschaut werden können.

Operationssäle:

Mit fachlicher und finanzieller Unterstützung von medipalestine werden zwei Operationssäle mit neuem Laparoskopie- Instrumentarium ausgerüstet. Um fachliche Kompetenzen zu vernetzen, werden auch Operationen gemeinsam durchgeführt.

Tumorboards:

Mit Unterstützung von medipalestine wird die Bildung eins Tumorboards an den Universitätskliniken Damaskus vorangetrieben.

Brustzentrum:

In Zusammenarbeit dem Universitätsspital Damaskus ist die Bildung eines Brustzentrums in Planung.

Projekt für den fachlichen Austausch:

Wir organisieren und unterstützen die Teilnahme von syrischen Ärztinnen und Ärzten an Kongressen in Europa und laden zum Hospitieren an Krankenhäusern in der Schweiz ein.
So war Frau Prof. Dr. med. Mayada Romieh, ärztliche Direktorin der Universitätsfrauenklinik in Damaskus, vom 27. Oktober bis 9. November 2017 als Gastärztin an der Frauenpraxis Luzern, an der Hirslandenklinik St. Anna in Luzern und am Brustzentrum in Zürich. Zudem besuchte sie vom 4. bis 7. November 2017 den 20. ESGO-Kongress für gynäkologische Onkologie in Wien.
Ebenfalls organisieren wir die Teilnahme von europäischen Ärztinnen und Ärzten an Kongressen in Syrien. Auf Einladung der Syrischen Ärztegesellschaft nahm Dr. med. M. Iraki im März 2017 an ihrem Jahreskongress teil und hat einen Vortrag über die Rolle der Wächterlymphknoten-Chirurgie bei gynäkologischen Krebsoperationen gehalten.

„Fachliche Kompetenzen vernetzen“
Projekt Breast Prosthesis

Projekt Breast Prosthesis

Projekt Breast Prosthesis,
«Modell Paula»

Ausgangslage

In vielen Regionen der Welt wie auch in Palästina leben zahlreiche brustamputierte Krebspatientinnen, die keinen Zugang zur Wiederherstellungschirurgie haben und sich die handelsüblichen Brustprothesen auch nicht leisten können.
Unter diesen Frauen leiden viele an ihrer äusserlich sichtbaren Versehrtheit. Zudem kann der fehlende Brustersatz zu chronischen, lebenslangen Haltungsschäden führen.
Frau Paula Jacob und Herr Schunke aus der Schweiz haben eine Brustprothese aus preisgünstigen Materialien entworfen, Prototypen hergestellt und weiterentwickelt. Aufgrund der einfachen Herstellung und der unkomplizierten Handhabung hat sich medipalestine dafür interessiert.
Die beiden Schöpfer stellen uns ihr Konzept gerne zur Verfügung. Mitglieder des Vereins werden von ihnen im Herstellungsprozess geschult und können das erworbene Knowhow an lokale gemeinnützige Organisationen bzw. an geschickte Schneiderinnen in verschiedenen Regionen der Welt weitergeben.
Somit ist es möglich, betroffene Frauen mit erschwinglichen Prothesen zu versorgen.
Im Jahr 2013 beginnt medipalestine mit der Umsetzung des Projektes in Palästina.
Der Verein evaluiert Beschaffungswege für geeignete Materialien, dokumentiert die handwerkliche Fertigung und instruiert die Anpassung der Prothesen an die Trägerinnen.
Einheimische Näherinnen werden in der Herstellung dieser speziellen Einlagen für vorhandene Büstenhalter geschult. medipalestine ist daran, die Finanzierung des Projektes aufzubauen und zu sichern.

Aufklärungskampagne über Brustprothesen in Palästina:
youtube.com/brustprothesen

„Zahlreiche brustamputierte Krebspatientinnen auf der Welt können sich die handelsüblichen Brustprothesen nicht leisten“

 

Entwickeln, vernetzen und realisieren

Für spezifische medizinische Bedürfnisse der Bevölkerung entwickeln wir Lösungsvorschläge, die mittels vernetzter fachlicher, menschlicher und finanzieller Unterstützung in konkret Projekten realisiert werden.

Wir helfen die Qualität der medizinischen Versorgung in Palästina zu verbessern und fördern die Weiterbildung des Fachpersonals.

Zwischen schweizerischen, palästinensischen und anderen internationalen Institutionen im Gesundheitswesen vertiefen wir die Zusammenarbeit und pflegen den Austausch.

medipalestine Schweiz und Deutschland

medipalestine Schweiz und medipalestine e.V. Deutschland arbeiten in den Projekten eng zusammen. Die Ziele und das Selbstverständnis beider Vereine sind deckungsgleich.

medipalestine Schweiz:
medipalestine Schweiz ist ein Verein nach schweizerischem Zivilgesetzbuch Art. 60 ff mit Sitz in Dietikon ZH, Schweiz. medipalestine unterstützt Institutionen und Projekte in Palästina und anderen arabischen Ländern, welche der Verbesserung der Gesundheits- und Lebenssituation der Bevölkerung dienen. medipalestine ist eine rein humanitäre Organisation, parteipolitisch und konfessionell ist der gemeinnützige Verein neutral. Er lehnt jegliche Art von Diskriminierung oder Unterdrückung aufgrund von Ethnie, Geschlecht, Nationalität, Religionszugehörigkeit oder Hautfarbe ab und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten Projekte und Institutionen, die diesen Grundsatz verfolgen.

Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Seine finanziellen Mittel bilden sich aus Mitgliederbeiträgen und Spenden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich und erhalten keine Löhne.

medipalestine e.V. Deutschland:
medipalestine e. V. Deutschland ist ein eingetragener Verein mit dem Sitz in München im Sinne des §§51 bis 68 BGB.

Vorstand medipalestine Schweiz:

Präsidentin: Frau Dr. med. Maysoon Iraki
Kassierin: Frau Monika Schwyter
Herr Luca Eusebio
Frau Dr. med. Regina Graf
Herr lic. phil. Urs Graf
Revisorin: Frau Astrid Hälg

Vorstand medipalestine e. V. Deutschland:

Frau Silke Jaeger
Frau Dr. med. Maysoon Iraki
Frau Monika Schwyter
Sekretär: Herr Quirin Kaletka

„medipalestine ist eine parteipolitisch und konfessionell neutrale rein humanitäre Organisation“

medipalestine heisst Zusammenarbeit

Qualitätsmedizin allen ermöglichen

Die von medipalestine unterstützten und umgesetzten Projekte ermöglichen der Bevölkerung – unabhängig von Religion, politischer Überzeugung, Staatsangehörigkeit oder sozialer Schicht – den Zugang zu qualitativ hochstehender Medizin.

Wie wir den Zugang zu Qualitätsmedizin fördern:

Wir veranstalten bzw. organisieren und finanzieren verschiedene Weiterbildungen für medizinisches Personal. Die Veranstaltungen finden sowohl im arabischen Raum als auch in Europa statt.

Wir konzipieren in enger Zusammenarbeit mit den Universitätsspitälern in Damaskus den Aufbau eines Tumorzentrums für die lokale Bevölkerung.

Wir gründeten in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen das Brustzentrum «Dunya Women’s Cancer Clinic» in Ramallah, Palästina, und haben das Personal geschult.

Grenzen der Isolation überwinden

Grenzen und Isolation sind weit mehr als greifbare Barrieren und durch die Politik vorgegebene Ein- und Beschränkungen. Die daraus entstehende Not frisst sich tief in die Gesellschaft und ihre Kultur. Die Projekte von medipalestine sind aus diesem Blickwinkel betrachtet weit mehr als humanitäre Engagements zur Linderung körperlicher Not: Sie zeugen von gegenseitiger, grenzübergreifender Achtung.
Die Projekte dienen der Gesellschaft und stärken die Zuversicht an eine Zukunft.

Wo wir Grenzen der Isolation überwinden:

Wir arbeiten immer mit lokalen Institutionen/Organisationen zusammen.

Zudem tauschen wir uns kontinuierlich vor Ort mit unseren Kooperationspartnern und den medizinischen Institutionen in Krisengebieten aus.

Wir fördern die interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit.

Wir organisieren und unterstützen die Teilnahme von europäischen Ärztinnen und Ärzten an Kongressen in Palästina und Syrien. Sie nehmen aktiv teil und halten auch Referate.

Fachliche Kompetenzen vernetzen

Durch den direkten Austausch von Fachwissen bilden sich unterschiedliche Fachgruppen gegenseitig weiter. Ausbildungsstand, Erfahrung sowie die sozialen und kulturellen Hintergründe lassen Kompetenzen breit gefächert und nachhaltig wachsen.

Wie wir fachlich vernetzen:

Wir bieten die Infrastruktur zur Vernetzung mittels Telemedizin und schulen die Nutzerinnen und Nutzer entsprechend.

Wir unterstützen Weiterbildungen zur Förderung kooperativer Führungskompetenzen für junge Frauen und Männer in den arabischen Ländern.

Wir entwickeln in Zusammenarbeit mit einem Kunststoffhersteller in der Schweiz eine Brustprothese für Frauen ohne Zugang zur Wiederherstellungschirurgie.

„Wir stehen für grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf Augenhöhe“